12 Millionen Katzen leben in deutschen Haushalten.

Wenn sie sich verletzen oder erkranken, wird´s oft teuer.

Viele Katzenbesitzer fragen sich: Soll ich meinen Tatzen-Tiger krankenversichern?

Klare Antwort: Man kann, sollte aber lieber nicht.

Denn eine Katzen-Krankenversicherung kostet viel. Zahlt aber längst nicht alles – wenn überhaupt.

Menschen lieben Katzen. Umgekehrt weiß man´s nicht so genau.

Seriöse Tierforscher behaupten:

Der Mensch ist für die Katze nur ein gnädig tolerierter Dienstleister – so lange er sie füttert, streichelt und mit ihr spielt.

Das sehen Katzen-Fans natürlich völlig anders:

Die Katze ein egoistischer Ausnutzer, der nur faul im Wohnzimmer döst?

Andere Katzen vielleicht, aber doch nicht die eigene!

Und überhaupt:

Eine Katze liegt nicht faul herum, sie verschönert den Raum!

Ok.

Verstanden.

Terence Tester will sich auch nicht streiten. Sondern den vielen Millionen Katzenliebhabern helfen.

Denn die sorgen sich um ihre Samtpfoten und fragen:

Was, wenn sich meine Katze verletzt oder schwer krank wird?

Wo bekommt sie die bestmögliche medizinische Versorgung?

Kann ich mir diese vielen hundert Euro überhaupt leisten oder sollte ich lieber eine Katzen-Krankenversicherung abschließen?

Wenige Versicherungen, viele Bedingungen

Der Markt ist überschaubar.

Nur eine Handvoll Versicherungen bietet Schutz.

Von „A“ wie „Agila“ bis „U“ wie „Uelzener“.

Der Katzenbesitzer muss sich entscheiden, wie viele Risiken er absichern möchte:

Die Vollversicherung zahlt Unfälle, Erkrankungen, Behandlungen, Operationen und (ausgewählte) Untersuchungen.

Dafür verlangen die Unternehmen meist eine Selbstbeteiligung von 20-40% – der Kunde muss also bei 1000 Euro Kosten 200 bis 400 Euro selbst tragen.

Wer das nicht möchte, muss höhere Versicherungsprämien akzeptieren.


Die OP-Versicherung zahlt nur für bestimmte Operationen, meist sind das „chirurgische Eingriffe unter Vollnarkose“.

Nicht aber für Kastration, Sterilisation oder angeborene Krankheiten wie z.B. Gaumenspalten.

Auch diese Teil-Versicherung lässt sich mit oder ohne Selbstbeteiligung abschließen.

Und wieviel kostet mich die Katzen-Krankenversicherung nun?

Das hängt nicht nur vom Anbieter ab, sondern von einer Vielzahl von Faktoren.

Die Unternehmen fragen hier sehr genau nach:

  • Wie alt ist die Katze, wie groß, wie schwer?
  • Ist sie männlich oder weiblich?
  • Seit wann lebt sie bei ihrem Besitzer?
  • Welche Vor-Erkrankungen hatte sie?
  • Welche Operationen?

Kosten der Katzenkrankenversicherung

Grundsätzlich gilt:

Je älter die Katze, desto mehr kostet eine Krankenversicherung.

Der Preis einer Vollversicherung beginnt ab etwa 150 Euro pro Jahr.

Es können aber auch bis zu 600 Euro werden.

Eine Teil-Versicherung nur für Operationen liegt bei etwa 70 bis 150 Euro im Jahr.

Diese Preise richten sich zum einen nach den oben genannten Kriterien.

Aber auch danach, wie viel oder wie wenig die Versicherung freiwillig leistet oder ausschließt.

Deshalb sollte sich jeder Interessent unbedingt jede Zeile des Kleingedruckten durchlesen („Produktinformationsblatt“ und „Versicherungsbedingungen“).

Nur so lassen sich die Preise realistisch vergleichen.

Achtung:

Viele – vor allem günstigere Angebote – sind oft Zehnjahresverträge.

Sie lassen sich aufgrund neuer Versicherungsbedingungen aber auch schon nach dem 3.Jahr kündigen.

Unerwartete Zusatz-Kosten

Das sind nicht nur die oft happigen Selbstbeteiligungen (20-40$).

Sondern auch viele weitere Einschränkungen.

Zahlreiche Versicherungen

  • erstatten nur die Kosten für eine Operation pro Jahr
  • zahlen nur bis zu einer gewissen Obergrenze („maximale Erstattung“) für alle Behandlungen eines Jahres von z.B. 1.600 Euro (abzüglich der Selbstbeteiligung)
  • begleichen nur einen Teil der Rechnung in Praxis oder Klinik: Sie übernehmen z.B. nur den „einfachen Satz“ der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT). Viele Ärzte verlangen aber den „zweifachen“ oder gar „dreifachen Satz“. Auch diese zusätzlichen Kosten muss der Katzenbesitzer selbst tragen.
  • schließen selbst bei einer „OP-Versicherung“ nahezu alle klassischen Operationen aus. Die Liste dieser nicht bezahlten Eingriffe umfasst schon mal 30 Punkte – von „Endoskopie“ bis „Zahn-Extraktion“.

Gern knausern die Versicherungen auch bei Spitzfindigkeiten.

Beispiel:

Die „Voruntersuchung“ zu einer Operation wird nur dann erstattet, wenn der Arzt die Katze direkt am Tag des Eingriffs untersucht – wenn es sich also um eine Not-Operation handelt.

Andere Anbieter sind hier großzügiger und erlauben eine Frist von einer Woche zwischen Diagnose und Eingriff.

Unser Fazit: Versichern oder selber zahlen?

Diese Frage muss letztendlich jeder Katzen-Liebhaber für sich beantworten.

Terence Testers Rat lautet:

Eine Katzen-Krankenversicherung ist ein „Kann“, aber kein „Muss“.

Jeder sollte sich grundsätzlich nur gegen Risiken absichern, die ihn gesundheitlich oder finanziell ruinieren würden.

Er braucht also unbedingt eine Kranken, Berufsunfähigkeits- oder private Haftpflichtversicherung.

Nicht aber eine Versicherung, die nur einen Teil der Kosten übernimmt (falls überhaupt), wenn sich die geliebte Katze verletzt oder sie operiert werden muss.

Außerdem:

Diese Aufwendungen sind in der Regel überschaubar.

Die meisten Menschen tun sowieso alles für ihre Katze.

Ganz gleich ob mit Versicherung – oder ohne.

Denn sie wissen:

Katzen lieben Menschen viel mehr, als sie zugeben würden, aber sie sind weise genug, das für sich zu behalten…

Katzenkrankenversicherung-Vergleich

Wenn Sie eine Katzenkrankversicherung vergleichen möchten und an weiteren Infos interessiert sind, finden Sie hier alle weiteren Infos:

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