Aktualisiert am: 4. Juli 2020

Girokonto-Vergleich: Das Wichtigste in Kürze

  • Girokonto ist nur wirklich kostenlos bei: null Euro Gebühren für Kontoführung (Kontoführungsgebühren), Bargeldabheben, Girocard, Kreditkarte und inklusive aller Online-Buchungen
  • Das Abheben des eigenen Geldes ist mindestens in Deutschland und Europa gratis, im Idealfall sogar weltweit (am Geldautomaten)
  • Die leistungsstärksten Banken verzichten darauf, dass der Kunde jeden Monat Geld auf sein Konto überweist („Mindesteingang“)
  • Und sie verlangen keine versteckten Gebühren (z.B. für Überweisungen, Daueraufträge) oder unverschämt hohe Dispo-Zinsen

 

Girokonto Vergleich: Unsere Empfehlungen & Tipps

  • Vergleichen Sie die Gratis-Konten gründlich: Was ist Ihnen besonders wichtig? Erfüllt die Bank, die Filialbanken oder die Direktbanken Ihre persönlichen Bedürfnisse?
  • Vielreisende: Wer ständig rund um den Globus reist und oft Geld abhebt, braucht ein Konto, mit dem er weltweit kostenlos Bargeld bekommt (DKB, Norisbank, Comdirect)
  • Bargeldabheben: Wer oft Bargeld einzahlen muss, wählt eine Bank mit möglichst vielen gebührenfreien Automaten (Norisbank, Comdirect)
  • Überziehungen: Und wer sein Konto oft überzieht, achtet auf niedrige Dispozinsen (ING, DKB, Comdirect, 1822 Direkt)

Was ist wichtig bei einem kostenlosen Girokonto?

Dass es wirklich kostenlos ist:

  • Kontoführung
  • Buchungen
  • Kreditkarte
  • Girocard (EC-Karte)
  • Bargeldabheben.

Und dass die Bank keine versteckten Gebühren verlangt:

  • z.B. ab der 10.Überweisung im Monat
  • ab dem 2.Jahr Kreditkarte
  • Geldabheben nach 17.00 Uhr…

Welches kostenlose Girokonto brauche ich?

Das entscheiden Sie selbst.

Das Konto muss Ihre persönlichen Bedürfnisse bestmöglich erfüllen.

Wenn Sie also oft Bargeld benötigen, brauchen Sie eine Bank mit vielen kostenlosen Geldautomaten oder eine Kreditkarte die Ihnen überall das gebührenfreie Abheben ermöglicht.

Wenn Ihr Konto oft im Minus ist, sollten Sie eine Bank mit niedrigen Dispozinsen auswählen.

Und wenn Sie viel verreisen, entscheiden Sie sich für ein Konto mit weltweit gebührenfreier Kreditkarte.

Wie eröffne ich ein solches Girokonto schnell und bequem?

Das hängt von der Bank ab.

Die Kreditinstitute mit wirklich kostenlosen Girokonten sind meist Direkt- oder Onlinebanken – sie haben also keine Filialen, in denen man ein Konto eröffnen kann.

Stattdessen bieten Ihnen diese Direkt- und Online-Banken eine andere, unkomplizierte Methode:

  • Sie beantragen Ihr neues Konto ruckzuck im Internet
  • legitimieren sich dann mit Ihrem Personalausweis per Video-Chat oder mit dem altbekannten Postident-Verfahren (in einer der vielen Tausend Post-Filialen).

Gibt es auch andere Banken mit Kostenlos-Konten?

Ja.

Aber Terence Tester empfiehlt bewusst nur die Gratis-Konten der Direkt-und Online-Banken.

Denn hier ist das gebührenfreie Rundum-Paket einfach am größten (Konto, Kreditkarte, Girocard, Überweisungen etc.).

Einige kleinere Filial-Institute wie etwa die verschiedenen PSD-Banken bieten zwar auch brauchbare Null-Euro-Konten an.

Hier fehlt meist aber irgendetwas Wichtiges wie z.B. die kostenlose Kreditkarte, oder das gebührenfreie europaweite/weltweite Bargeld.

Wieviel Geld spare ich mit einem Rundum-Gratis-Konto?

Erstaunlich viel:

Im Schnitt 100 Euro pro Jahr.

Oft aber sogar noch viel mehr gegenüber den klassischen Konten bei Sparkassen, Volks-/Raiffeisenbanken sowie Deutsche Bank & Co. Und das Beste:

Sie bekommen nahezu denselben Service.

Ausnahme:

Sie können keine Filiale aufsuchen, um mit dem Bankberater ein Schwätzchen zu halten – aber wer macht das heute überhaupt noch?

Wie sicher ist mein Gratis-Konto?

Genauso sicher wie jedes andere Konto auch.

Voraussetzung:

Sie wählen eine Bank mit Hauptsitz oder Niederlassung in Deutschland.

Dann schützt die gesetzliche Einlagensicherung jeden Cent bis 100.000 Euro.

Hinzu kommt dann noch das Sicherungssystem der jeweiligen Bank.

Bekomme ich für mein Guthaben Zinsen?

Leider nein.

Oder nur so niedrige, dass es sich nicht lohnt.

Beispiel: ING zahlt 0,01 Prozent Guthaben-Zinsen.

Das ist bei 10.000 Euro im Jahr ein einziger Euro.

Angesichts der weltweiten Nullzins-Dürre hat inzwischen auch die DKB ihre 0,2 Prozent Guthabenzinsen gestrichen und verrechnet nur noch 0,01 Prozent (ab 1.1.2020).

Viel wichtiger ist für Sie aber, dass Ihr Konto wirklich kostenlos ist.

Denn das erspart Ihnen jedes Jahr 100 Euro und mehr.

Wie hoch sind die Überziehungszinsen – höher als bei anderen Banken?

Nein.

Oft sogar niedriger – siehe die aktuellen Konditionen von Comdirect, ING, DKB & Co:

Sie zahlen hier weniger als 7 Prozent Überziehungszinsen.

Vergleichen Sie das einmal mit den (Wucher-)Konditionen Ihrer Hausbank. 

Gibt mir die Kostenlos-Bank überhaupt einen Überziehungskredit?

Das hängt davon ab, wie finanzstark Sie sind.

Ist also nicht anders als bei jeder anderen Bank auch.

Wer mindestens 18 Jahre alt ist und eine ordentliche Bonität hat (Schufa-Score), bekommt auch einen Dispokredit von seiner Bank.

Dieser Kreditrahmen steigt, wenn zusätzlich regelmäßig Geld auf dem Konto eingeht (Gehalt, Überweisungen, Gutschriften etc.). 

Wie schwer ist es, zu einer Kostenlos-Bank zu wechseln?

Kinderleicht.

Meist hilft ihnen die neue Bank sogar dabei und organisiert alles (Kontowechselservice, Übertragung aller Daten).

Tipp:

Testen Sie das neue Konto ein paar Monate lang:

  • funktioniert alles
  • wie schnell kommen die Überweisungen
  • wo bekomme ich überall Bargeld

Erst wenn alles reibungslos klappt, sollten Sie Ihr altes Konto kündigen. 

Girokonto ohne Schufa - ist das möglich?

Bei negativen Schufa-Merkmalen zeigen sich Banken allerdings häufiger „sperrig“ – zumindest ist kein Dispo-Kredit möglich.

Das Konto wird nur auf Guthabenbasis geführt.

Was viele nicht wissen:

Seit 2016 hat jeder Verbraucher rechtlich Anspruch auf ein Basiskonto.

Das Basiskonto ist ein Guthabenkonto und muss grundlegende Zahlungsfunktionen erfüllen.

Auch bei negativen Schufa-Einträgen darf das Basiskonto nicht verweigert werden.

Der Wermutstropfen:

es besteht für Banken keine Verpflichtung, das Basiskonto kostenlos anzubieten (Gebühren müssen aber angemessen sein).

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