Aktualisiert am: 26. Mai 2019

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Günstig und bequem für Zahlungsverkehr – das richtige Girokonto finden

Ein Girokonto gehört heute zum täglichen Leben. Im Zeitalter des bargeldlosen Zahlungsverkehrs ist es kaum noch möglich, Zahlungen ausschließlich bar abzuwickeln. Miete, Versicherungen, Rechnungen, Gehalt, Telefon, Abo’s und vieles mehr – dafür wird ein Konto benötigt. Fast jede Bank bietet Girokonten an. Doch was ist das beste Kontoangebot? Hier erfahren Sie, worauf beim Girokonto-Vergleich zu achten ist.

1. Was ist ein Girokonto?

Ein Girokonto ist ein Bankkonto, das der Verbuchung von Zahlungsein- und -ausgängen dient. Es spielt keine Rolle, ob Zahlungen bar (zum Beispiel Einzahlung am Schalter, Abhebung am Geldautomaten) oder unbar (Überweisungen, Lastschriften, Daueraufträge) erfolgen. Der Kontostand ergibt sich aus dem jeweiligen Saldo von Ein- und Auszahlungen. Geld auf Girokonten ist „auf Sicht fällig“. Das heißt, es kann jederzeit über das Konto verfügt werden. Es sind keine Laufzeiten oder Kündigungsfristen zu beachten.

2. Welche Leistungen bietet ein Girokonto?

Die Grundleistung Kontoführung und Zahlungsverkehrs-Abwicklung ist bei allen Girokonten gleich. Ein Girokonto-Vergleich in dieser Hinsicht ist also überflüssig. Online-Banking gehört heute zum Standard, genauso die Abwicklung an SB-Terminals (für Überweisungen, Daueraufträge, Kontoauszüge) – sofern vorhanden. Mobile Banking und Mobile Payment sind immer häufiger im Angebot. Der Gang zum Schalter ist da fast die Ausnahme und wird zum Teil extra bepreist. Bareinzahlungen und -auszahlungen finden überwiegend über Geldautomaten und Zahlungsterminals statt. Die meisten Girokonten sind automatisch mit Bankkarte oder Girocard (früher: EC-Karte) ausgestattet. Eine Kreditkarte ist fast immer möglich, manchmal sogar automatisch vorgesehen. Zum Teil gibt es weitere Zusatzleistungen – zum Beispiel Unterkonten, Kontostatistiken usw..

3. Wichtige Punkte beim Girokonto-Vergleich

Folgende Punkte sind beim Girokonto-Vergleich relevant:

  • Kontoführungsgebühren und angebotene Kontomodelle
  • Überziehungsmöglichkeiten und Dispo-Konditionen
  • Kostenloser Zugang zu Bargeld an Geldautomaten
  • Ausstattung mit Karten
  • Extras wie Boni oder Prämien

4. Worauf Sie beim Girokonto-Vergleich achten sollten

Welche Kosten fallen an?

Die Kosten des Kontos sind ein zentrales Kriterium beim Girokonto-Vergleich. Das kostenlose Girokonto ist bei einigen Banken – vor allem Online- und Direktanbietern – noch möglich, die meisten Banken berechnen inzwischen Gebühren. Dafür gibt es unterschiedliche Modelle, was den Girokonto-Vergleich erschwert.

Einige Institute bieten die Wahl zwischen mehreren Kontomodellen. Grundsätzlich kann zwischen Pauschalgebühren und Einzelbepreisung unterschieden werden. Bei Pauschalgebühren wird die Grundleistung „Kontoführung“ mit einer Pauschale bepreist. Bei Einzelbepreisung werden einzelne Kontoleistungen (Überweisungen, Kontoauszüge, Buchungen usw.) abgerechnet. Viele Kontomodelle stellen eine Kombination aus Pauschale und Einzelgebühren dar. Häufig wird zwischen Online-, SB- und Schalter-Verfügungen differenziert.

Beim Girokonto-Vergleich spielt das eigene Konto-Nutzungsverhalten eine wichtige Rolle. Wenn Sie monatlich viele Zahlungsvorgänge haben, kommen eher Angebote mit Kontopauschalen in Betracht, bei wenigen Buchungen im Monat ist vielleicht die Einzelbepreisung günstiger. Natürlich ist auch die jeweilige Gebührenhöhe beim Girokonto-Vergleich zu berücksichtigen. Oder Sie entscheiden sich gleich für ein Konto, bei dem die Kontoführung noch kostenlos ist.

Wie ist der Dispokredit ausgestaltet?

Beim Dispokredit räumt die Bank die Möglichkeit ein, das Konto bis zu einem bestimmten Betrag – dem Dispo-Limit – zu überziehen. Viele Institute knüpfen die Überziehungsmöglichkeit an einen regelmäßigen Gehaltseingang. Manche sehen den „Dispo“ automatisch vor, bei anderen muss man nachfragen. Das Dispo-Limit beträgt üblicherweise zwei bis drei Monatsgehälter. Bei Kontoüberziehungen fallen Zinsen an. Der Dispokredit ist einfach und bequem, aber auch teuer.

Bei den Zinssätzen gibt es erhebliche Unterschiede, sie sind überdies variabel. Wenn Ihnen die Überziehungsmöglichkeit wichtig ist, sollten Sie beim Girokonto-Vergleich die Höhe der Dispozinsen mit berücksichtigen. Zweistellige Zinssätze kommen am Markt durchaus vor, können Sie aber mit einem entsprechenden Girokonto-Vergleich vermeiden.

Wie gut komme ich an Bargeld?

Die Möglichkeit, sich Bargeld zu besorgen, bietet im Prinzip jedes Girokonto. Aber nicht jede Bank verfügt über ein dichtes Geldautomatennetz. Das gilt gerade für Online- und Direktanbieter ohne eigene Filialen. „Fremdverfügungen“ an Geldautomaten anderer Institute sind oft besonders teuer. Der üblicherweise kostenlose Zugang zu Bargeld über die eigene Bank ist daher ein Punkt beim Girokonto-Vergleich.

Um das Manko eines dünnen Geldautomaten-Netzes auszugleichen, haben sich einige Banken zusammengeschlossen und ermöglichen gegenseitig kostenlose Gelautomaten-Nutzungen. Es gibt die Cash Group und den Cashpool.

Die meisten Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken bieten „befreundeten“ Instituten einen ähnlichen Service. Beim Girokonto-Vergleich zählt, wie viele Geldautomaten insgesamt jeweils kostenlose Bargeld-Abhebungen ermöglichen.

Bankkarte, Girocard, Kreditkarte – wie sieht es damit aus?

Die Ausstattung mit eine Bankkarte oder Girocard ist Standard. Manchmal wird die Girocard extra bepreist. Auch bei Kreditkarten ist die Geschäftspolitik unterschiedlich. Die meisten Banken bieten entweder eine Visa-Karte oder eine Mastercard, gelegentlich auch beides.

Bei einigen Instituten gehört die Kreditkarte von vornherein mit zum Girokonto, häufiger muss sie extra beantragt werden. Bei Kreditkarten gelten eigene Gebührenmodelle. Manche Institute verzichten zumindest auf die Jahresgebühr. Wem die Kreditkarte wichtig ist, sollte Kartengebühren beim Girokonto-Vergleichberücksichtigen.

Welche Extras bietet das Girokonto?

Manche Banken werben mit Prämien, Boni oder Gutschriften im Zusammenhang mit dem Girokonto. Oft handelt es sich um „Lockangebote“ zur Neukundengewinnung und zum Kontowechsel. Sie sind überwiegend zeitlich befristet und „einmalig“.

Für den Girokonto-Vergleich gilt: Sie sollten eher vergleichen, was ein Konto auf Dauer kostet, als den Girokonto-Vergleich auf solche Benefits abzustellen. Das lohnt sich nur bei „Konto-Hopping“ – ein mühsames Geschäft. Dass Guthaben auf Girokonten verzinst wurden, gab es mal häufiger.

Das ist heute angesichts der Zinssituation die Ausnahme, aber nicht ganz „ausgestorben“. Selten entscheidet sich ein Girokonto-Vergleich daran.

5. Der beste Girokonto-Vergleich

Wie führe ich den Girokonto-Vergleich am besten durch?

Gehen Sie den Girokonto-Vergleich systematisch an:

  • Welche Leistungen sind Ihnen wichtig
  • Schätzen Sie Ihr Nutzungsverhalten ein (durchschnittlicher Zahlungseingang, Kontostand, Zahl der Buchungen, Häufigkeit von Barabhebungen usw.).
  • Bewerten Sie, wie wichtig Ihnen die Nähe der Bank bzw. die physische Erreichbarkeit ist.
  • Mit Hilfe unseres Girokonto-Rechners können Sie einen ersten Girokonto-Vergleich durchführen.
  • Wählen Sie aufgrund der Ergebnisse einige Institute aus, um sich noch genauer zu informieren.
  • Führen Sie einen finalen Girokonto-Vergleich durch und bewerten Sie die Leistung insgesamt.
  • Nach abgeschlossenem Girokonto-Vergleich treffen Sie Ihre Entscheidung.

Das Girokonto wechseln – so funktioniert’s

Ergibt der Girokonto-Vergleich ein besseres Angebot, steht ggf. ein Kontowechsel an. Früher war das eine „Wechselhürde“, da alle regelmäßigen Zahlungsempfänger und -leister informiert und Aufträge umgestellt werden mussten. Durch das Zahlungskontengesetz sind die Banken seit 2016 zu einem umfassenden Kontowechselservice verpflichtet. Danach muss der neuen Bank nur der Auftrag erteilt werden, den Kontowechsel in die Hand zu nehmen. Meist ist dann alles binnen zwei Wochen umgestellt. Ein bestehendes Girokonto kann jederzeit und ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist gekündigt werden.

6. Girokonten für besondere Fälle

Girokonto ohne Schufa – ist das möglich?

Normalerweise findet bei der Eröffnung eines Girokontos eine Schufa-Abfrage statt. Bei negativen Schufa-Merkmalen zeigen sich Banken allerdings häufiger „sperrig“ – zumindest ist kein Dispo-Kredit möglich. Das Konto wird nur auf Guthabenbasis geführt. Was viele nicht wissen: seit 2016 hat jeder Verbraucher rechtlich Anspruch auf ein sogenanntes Basiskonto.

Das Basiskonto ist ein Guthabenkonto und muss grundlegende Zahlungsfunktionen erfüllen. Auch bei negativen Schufa-Einträgen darf das Basiskonto nicht verweigert werden. Der Wermutstropfen: es besteht für Banken keine Verpflichtung, das Basiskonto kostenlos anzubieten. Die Gebühren müssen aber angemessen sein.

Das P-Konto – was bedeutet das?

Das P-Konto ist ein Girokonto, das Kontoinhaber mit Schuldenproblemen vor „überzogenen“ Kontopfändungen schützen soll. Das „P“ steht für „Pfändungsschutz“. Nur ein schon bestehendes Girokonto kann in ein P-Konto umgewandelt werden. Ist dies der Fall, können Sie als Kontoinhaber bis zum monatlichen Pfändungsfreibetrag (bis Juni 2019: 1133,80 Euro) frei über Geld auf dem Konto verfügen. Auch auf Guthaben darüber hinaus haben Gläubiger nicht unbeschränkten Kontozugriff.

Das P-Konto soll in einer ohnehin schwierigen Situation die weitere Lebensführung ermöglichen. Bezüglich der Gebühren gilt ähnliches wie beim Basiskonto.