Aktualisiert am: 17. September 2019

Gut für die Familie sorgen – mit einer Risikolebensversicherung

Niemand beschäftigt sich gerne mit dem eigenen Tod – schon gar nicht in Zeiten, in denen man noch fit und gesund ist. Doch ein Unfall oder eine schwere Krankheit mit Todesfolge können auch in jüngeren Jahren vorkommen. Und was ist dann mit der Familie? Ist diese ausreichend versorgt und finanziell abgesichert? Wenn das nicht der Fall ist – eine Risikolebensversicherung bietet entsprechenden Schutz für überschaubare Beiträge. Hier erfahren Sie mehr zum Risikolebensversicherung-Vergleichund was zu beachten ist.

1. Was ist eine Risikolebensversicherung?

Welche Leistungen bietet eine Risikolebensversicherung?

Das Prinzip der Risikolebensversicherung ist einfach. Stirbt der Versicherungsnehmer während der Vertragslaufzeit, wird die vereinbarte Versicherungssumme an begünstigte Hinterbliebene ausgezahlt. Diese können mit dem Geld den Lebensunterhalt finanzieren und bestehende Verpflichtungen erfüllen. Oft wird der Ehepartner begünstigt. Genauso können aber auch Kinder, andere Familienangehörige oder dritte Personen in den Genuss der Versicherungssumme kommen. Mit Ablauf des Vertrags endet der Versicherungsschutz. Stößt Ihnen danach etwas zu, würden Ihre Hinterbliebenen dagegen kein Geld mehr aus dem Vertrag erhalten.

Worin besteht der Unterschied zur Kapitallebensversicherung?

Eine andere Möglichkeit der Todesfallabsicherung ist die Kapitallebensversicherung. Dabei sichern Sie nicht nur das Todesfallrisiko ab, mit den Prämien sparen Sie auch Kapital an. Das Geld wird „im Erlebensfall“ bei Ende des Vertrages an den Versicherungsnehmer ausgezahlt. Die Beiträge gehen daher am Ende der Vertragslaufzeit nicht vollständig unter, sondern fließen zum Teil in Form des angesparten Kapitals zuzüglich Zinsen und Überschüssen zurück. Bei der Risikolebensversicherung findet dagegen keine Kapitalbildung statt.

Diesem Nachteil der Risikolebensversicherung im Vergleich zur Kapitallebensversicherung steht ein wichtiger Vorteil gegenüber. Da auf Sparleistungen verzichtet wird, sind die Beiträge wesentlich niedriger. Sie machen nur einen Bruchteil aus. Wer ausschließlich das Todesfallrisiko absichern will, ist daher mit der Risikolebensversicherung gut bedient. Gespart werden kann auch in anderen Anlageformen – häufig deutlich rentierlicher. Die kapitalbildende Lebensversicherung leidet seit Längerem unter den Niedrigzinsen.

Was bedeutet eine verbundene Risikolebensversicherung?

Eine verbundene Risikolebensversicherung versichert mindestens zwei Personen zusammen in einem Vertrag. Diese Lösung wird oft von Eheleuten und Paaren genutzt, um sich gegenseitig abzusichern – daher sprechen Versicherungsexperten manchmal auch von der „Paarversicherung“. Stirbt ein Partner, erhält der hinterbliebene Partner die Versicherungssumme. Die verbundene Risikolebensversicherung ist im Vergleich günstiger als zwei separate Versicherungsverträge über die gleiche Versicherungssumme. Der Nachteil ist: sterben beide Eheleute oder Partner gleichzeitig – zum Beispiel bei einem Unfall -, wird die Versicherungssumme nur einmal ausgezahlt. Das Geld reicht dann unter Umständen nicht, um zurückbleibende Kinder ausreichend zu versorgen. Bei zwei Verträgen werden dagegen zwei Versicherungssummen fällig.

Was ist eine Restschuldversicherung?

Eine Restschuldversicherung ist eine besondere Form der Risikolebensversicherung. Sie wird fast immer im Zusammenhang mit einem Kredit vereinbart. Wenn der Kreditnehmer während der Kreditlaufzeit stirbt, stellt die Versicherung die Rückzahlung sicher. Oft leisten Restschuldversicherungen nicht nur im Todesfall, sondern auch bei anderen gravierenden Lebensereignissen – zum Beispiel bei schwerer Krankheit, Berufsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit. Die Versicherungssumme fällt während der Kreditlaufzeit entsprechend der Kredittilgung. Das wirkt sich positiv auf die Beiträge aus. In der Regel sind Sie bei der Restschuldversicherung an einen Anbieter gebunden, mit dem die Bank kooperiert. Ein Risikolebensversicherung-Vergleich erübrigt sich dann. Bei Immobilienfinanzierungen, bei denen es in der Regel um hohe Summen geht, ist eine Restschuldversicherung sehr zu empfehlen. Bei normalen Ratenkrediten ist sie eine Frage der Abwägung.

2. Wann braucht man eine Risikolebensversicherung?

Eine Risikolebensversicherung ist sinnvoll, um Angehörige im Falle des eigenen Todes vor großen finanziellen Lücken zu schützen. Typische Konstellationen sind:

  • es ist nur ein Haupt- oder Alleinverdiener in der Familie vorhanden;
  • die Familie ist jung und es bestand noch nicht Gelegenheit, viel Vermögen zu bilden;
  • es gibt kleine Kinder, die noch einen langen Weg zu Ausbildung und Beruf brauchen;
  • es bestehen in erheblichem Umfang langlaufende Kredite mit Zins- und Tilgungsverpflichtungen;
  • „unverheiratete“ Beziehungen, denn im Todesfall erhält der Partner keine Hinterbliebenenrente.

Wie sieht die „richtige“ Versicherungssumme aus?

Auf diese Frage gibt es keine pauschale Antwort. Die Höhe der Versicherungssumme hängt von Ihrer persönlichen Lebenssituation und von der Vermögenslage ab. Eine Faustregel lautet: zur Familienabsicherung ist eine Summe gut geeignet, die dem drei- bis fünffachen Brutto-Jahreseinkommen entspricht. Sind noch größere Kredite – zum Beispiel für ein Haus – abzuzahlen, sind diese Verpflichtungen zusätzlich zu berücksichtigen – es sei denn, es besteht schon eine Restschuldversicherung. Verdient Ihr Partner mit und/oder sind keine Kinder vorhanden, kann die Versicherungssumme auch niedriger vereinbart werden.

3. Wichtige Punkte beim Risikolebensversicherung-Vergleich

Was kostet die Risikolebensversicherung?

Bei der Risikolebensversicherung findet der Wettbewerb vor allem über den Preis statt. Die Versicherungsbedingungen sind dagegen recht ähnlich. Deshalb ist der Risikolebensversicherung-Vergleich relativ einfach. Die Höhe der Versicherungsprämien wird von verschiedenen Faktoren bestimmt. Natürlich zählen die Versicherungssumme und die Laufzeit des Vertrags. Je höher die Versicherungssumme, umso höher die Prämie. Längere Laufzeiten wirken sich dagegen tendenziell beitragssenkend aus. Daneben sind auch persönliche Merkmale relevant, insbesondere:

  •  das Alter (mit höherem Alter steigt das Todesfallrisiko);
  • der Gesundheitszustand (Vorerkrankungen, chronische Krankheiten);
  • das Gesundheitsverhalten (Rauchen, starkes Übergewicht, gefährliche Hobbies);
  • die berufliche Tätigkeit (wird ein gefährlicher Beruf ausgeübt?).

Ein Risikolebensversicherung-Vergleich empfiehlt sich bezogen auf Ihr individuelles Risiko.

Was bedeutet die Gesundheitsprüfung?

Die Gesundheitsprüfung ist bei der Risikolebensversicherung üblich. Sie findet in Form von Gesundheitsfragen bei der Antragstellung statt. Je nach Anbieter sind die Fragen detaillierter oder weniger ausführlich. Sie sind auf jeden Fall vollständig und wahrheitsgemäß zu beantworten, auch wenn das unter Umständen zu höheren Prämien führt. Unkorrekte oder lückenhafte Angaben können den Versicherungsschutz nachhaltig gefährden.

Welche Zusatzleistungen sind möglich?

Viele Risikolebensversicherungen bieten zusätzliche Leistungen. Meist geht es um eine flexible Anpassung des Versicherungsschutzes. Diese Add-ons sind ebenfalls ein Punkt beim Risikolebensversicherung-Vergleich.

Nachversicherungsgarantie

Bei dieser Zusatzleistung besteht die Möglichkeit, die Versicherungssumme bei veränderten Lebensumständen ohne erneute Gesundheitsprüfung nachträglich aufzustocken. Zum Beispiel bei Heirat, Geburt von Kindern oder Erwerb eines Eigenheims. Für die Aufstockung gelten bestimmte Regeln und Betragsgrenzen.

Verlängerungsmöglichkeit

Bei dieser Option kann die Vertragslaufzeit nachträglich ohne erneute Gesundheitsprüfung verlängert werden. Die Verlängerung muss in der Regel in den ersten Jahren des Vertrags stattfinden und ist zeitlich begrenzt.

Vorgezogene Todesfallleistung

Hier zahlt die Versicherung bereits vor dem Tod, sollte eine unheilbare Krankheit mit tödlichem Ausgang diagnostiziert worden sein.

Beitragsdynamik

In diesem Fall erhöhen sich Beiträge und Versicherungssumme jährlich automatisch um einen bestimmten Prozentsatz. Im Übrigen bleibt der Vertrag unberührt.

Weitere Zusatzleistungen

Betreffen zum Beispiel die Beitragsaussetzung bei Berufsunfähigkeit, Sofortauszahlungen bei schweren Erkrankungen oder zeitlich befristete Erhöhungen der Versicherungssumme (Kinder-Bonus, Eigenheim-Bonus).

Wie mache ich den Risikolebensversicherung-Vergleich?

Mit unserem Vergleichsrechner ist der Risikolebensversicherung-Vergleich kein Problem. Mit wenigen Angaben zum Versicherungsbedarf erhalten Sie eine Auflistung attraktiver Versicherungsangebote. Diese können Sie für einen ersten Risikolebensversicherung-Vergleich nutzen. Über den Button „zum Anbieter“ gelangen Sie direkt auf die betreffende Webseite und können sofort einen Antrag stellen. Oft ist es aber besser, zunächst eine anonyme und unverbindliche Risikovoranfrage zu stellen. Manche Versicherungen bieten das explizit an. Hier werden Sie detaillierter nach Ihrem individuellen Risiko gefragt und erfahren dann auf Sie persönlich zugeschnittene Konditionen. Auf dieser Basis ist dann ein endgültiger Risikolebensversicherung-Vergleich möglich.

4. Wie funktioniert der Wechsel?

Manchmal kann es sinnvoll sein, eine bereits bestehende Risikolebensversicherung zu wechseln. Das ist relativ einfach, denn meist gelten Kündigungsfristen von nur einem Monat. Allerdings lohnt sich das nur bei günstigeren Konditionen des neuen Vertrages trotz des dann höheren Eintrittsalters und der erneuten Gesundheitsprüfung. Auch hier kann eine anonyme Risikovoranfrage hilfreich sein. Wichtig zu beachten: Kündigen Sie den alten Vertrag erst nach einer Zusage des neuen Anbieters. Sonst entstehen für Sie unter Umständen ungewollte Versicherungslücken.