Aktualisiert am: 17. September 2019

Das Crowdinvesting ist eine vielseitige Anlageform ohne viel Bürokratie und hohe Kosten

Das Crowdinvesting in Immobilien, Startups, Unternehmen oder erneuerbare Energien können Anleger mittlerweile sehr vielseitig gestalten. Dabei zählt das Investment in Startups und Unternehmen zu den ältesten Anlageformen dieser Art. Ist das Projekt erfolgreich, wird die Crowd finanziell am Gewinn des Unternehmens beteiligt. Anleger müssen aber bedenken, dass Investitionen in Startups und Unternehmen sehr risikoreich sein können. Dafür werden aber auch verschiedene Investments in Gastrobetriebe, Sportvereine, Feinkosthändler oder in Haustierbedarf angeboten. Bei den erneuerbaren Energien ist das Crowdinvesting ebenfalls sehr vielseitig. Anleger können in neue oder bestehende Projekte investieren. Bei diesen Investments sind oftmals auch Projekte im Ausland möglich. Diese Investments sind auch mit höchster Vorsicht zu genießen. Als Lockmittel werden von den Unternehmen Boni und hohe Renditen angeboten. Diese Angebote müssen Anleger ganz genau prüfen, bevor ein Investment stattfindet.

Crowdinvesting in Immobilien kann sehr rentabel sein

Anders als bei Aktien oder Investmentfonds investiert ein Anleger bei einem Immobilienfonds in eine oder mehrere Immobilien. Diese Immobilien sind meist Büros, Einkaufszentren, Logistikimmobilien in Gewerbegebieten oder auch Wohngebäude. Für die Anteile an den Immobilien erhält der Anleger Zertifikate. Dadurch wird der Anteil des Fondvermögens repräsentiert. Die Anleger können in geschlossene und offene Immobilienfonds investieren. Dies ist zum einen nicht besonders günstig und hat auch einige Nachteile. Seit der Finanzkrise im Jahr 2008 gilt für offene Immobilienfonds eine

  • Mindesthaltedauer der Fondsanteile von 24 Monaten
  • eine Rückgabeankündigungsfrist des Anlegers an die Fondsgesellschaft
  • eine Wartezeit auf die Rückzahlung von 12, respektive 24 Monaten

Beim Crowdinvesting in Immobilien können Sie als Anleger kleinere Beträge in ein Projekt investieren. Auf den verschiedenen Plattformen sind Mindesteinlagen von 10 bis 500 Euro möglich. Zur Streuung des Risikos können Sie als Anleger auch gleichzeitig mehrere Projekte wählen. Die ausgewählte Immobilie wird dann immer als Sicherheit gewertet. Wenn Sie sich für eines oder mehrere Projekte entschieden haben, befinden Sie sich in der Fundingphase. Die Laufzeit des Investments beginnt normalerweise erst dann, wenn die veranschlagte Investmentsumme durch die Investoren gesichert ist. Die Geldeinlage wird bei Crowdinvesting für einen festen Zeitraum und zu einem festen Zinssatz angelegt. Am Ende der vereinbarten Laufzeit werden das angelegte Kapital sowie die vorher angekündigte Rendite komplett ausgezahlt. Zusätzliche Kosten, wie sie bei Immobilienfonds entstehen normalerweise nicht. Bei einem Crowdinvesting in Immobilien haben Anleger also folgende Vorteile:

  • Crowdinvesting ist eine unkomplizierte Möglichkeit direkt in Immobilienprojekte zu investieren
  • Es werden in der Regel überdurchschnittliche Renditen erzielt
  • Es entsteht ein geringer bürokratischer Aufwand
  • Auch Investitionen mit treuhändischer Grundschuld sind für Crowdinvestoren möglich

Wer mit Crowdinvesting in Immobilien investiert hat selbstverständlich auch einige Nachteile. Falls es sich bei Investment um Nachrangdarlehen handelt, erhöht sich das Ausfallrisiko. Da die Zinszahlung erst nach dem Ende der Laufzeit erfolgt, werden keine Zinseszinsen gezahlt. Es ist daher sehr wichtig beim Crowdinvesting einen Vergleich der verschiedenen Anbieter zu machen, um das Risiko zu minimieren.

Das Investment in eine Immobilie muss sich auf jeden Fall rentieren

Beim Crowdinvesting ist das Immobilieninvestment das größte Marktsegment. Der besondere Vorteil an diesen Investments ist, dass die Immobilie als Sicherheit dient. Sollte der Bauherr bei der Errichtung bankrottgehen, kann die Immobilie veräußert werden. Der Erlös kann dann an die Gläubiger ausgezahlt werden. Damit das Risiko gering gehalten wird, ist beim Crowdinvesting ein Vergleich sehr wichtig. Dieser Vergleich sollte von Anlegern wie nach einer Checkliste abgearbeitet werden. Dadurch hat der Anleger eine Orientierung, ob und wie sich eine Investition rentiert. Diese Checkliste sollte folgende Punkte enthalten:

  • In welcher Lage befindet sich die Immobilie?
  • Wie ist der Allgemeinzustand der Immobilie einzuschätzen?
  • Ist Eigenkapital durch den Projektentwickler vorhanden?
  • Liegt für die Immobilie ein beglaubigtes Gutachten vor?

Damit Anleger die angebotenen Immobilien besser einschätzen können, werden auf den Webseiten der CrowdinvestingPlattformen alle Informationen bereitgestellt. In diesen Angeboten wird normalerweise das Projekt, die Laufzeit, die zu erwartende Rendite pro Jahr und der Finanzierungszweck angezeigt. Weitere Informationen stellt der Kundensupport der Plattform zur Verfügung.

Vor dem Investment die passende Crowdinvesting-Plattform wählen

Mittlerweile gibt es in Deutschland mehr als 50 Plattformen, die das Crowdinvesting in Energien, Immobilien oder Startups ermöglichen. Im Bereich Immobilien sind etwa sechs bis acht Unternehmen tätig, bei denen sich ein Investment rentiert. Die Wahl der passenden Plattform ist im Grunde ganz einfach. Vor einem Investment achten Sie einfach darauf, dass das Unternehmen einen Geschäftssitz in Deutschland hat und wie lange es schon am Markt tätig ist. Bei sehr jungen Plattformen ist es sehr schwierig, an aussagekräftige Zahlen zu kommen. Danach sollten Sie überprüfen, wie viele Projekte die Plattform bisher erfolgreich finanziert hat und wie hoch die Mindestbeteiligung ist. Sobald Sie einen Anbieter gefunden haben, können Sie sich registrieren. Da es sich um eine Plattform im Internet handelt, ist dies einfach und unkompliziert. Nach der Registrierung können Sie in der Regel sofort in eines oder mehrere Projekte investieren. Welche Projekte für Sie infrage kommen, ist von Ihrem Investitionsvolumen und Ihrer Risikobereitschaft abhängig. Eine passende Plattform für Immobilien finden Sie übrigens auch bei einem Crowdinvesting-Vergleich im Internet.

Die Vor- und Nachteile des Crowdinvestings müssen Anleger abwägen

Das Crowdinvesting ist eine Anlagemöglichkeit, die viele Chancen bietet, aber auch einige Risiken birgt. Ein Crowdinvesting-Vergleich ist daher vor der Auswahl einer Plattform immens wichtig. Ihr Hauptaugenmerk sollte bei diesem Vergleich nicht unbedingt auf einer möglichst hohen Rendite liegen. Es ist auch wichtig, ob Sie kurz- oder langfristig in Projekte investieren möchten. Langfristige Projekte bedeuten auch immer eine langfristige Kapitalbindung. Sie sollten daher einige Dinge berücksichtigen, bevor Sie aktiv in das Crowdinvesting von Immobilien einsteigen:

  • Ihre Investments sollten nicht blind erfolgen. Eine hohe Anzahl an Anlegern ist kein Beleg dafür, dass das Projekt auch erfolgreich abgeschlossen werden kann.
  • Da beim Crowdinvesting immer auch ein Totalverlust möglich ist, sollten Sie nicht mehr investieren, wie Sie finanziell auch verkraften können.
  • Mit dem Investment in mehrere Projekte können Sie das Risiko minimieren. Außerdem erhöhen Sie gleichzeitig die Chancen auf eine ausgeglichene Rendite.
  • Beim Crowdinvesting in Immobilien ist ein gewisses Fachwissen gefragt. Sie sollten sich daher vor einem Investment grundlegend über ein Projekt informieren.
  • Falls eine Investment-Plattform verschiedene Boni anbietet, sollte Sie dies nicht blenden. Der Bonus ist oftmals nur ein geringer Teil des Mindestanlagebetrags und das Risiko wird nicht geringer.

Auf den verschiedenen Plattformen im Internet werden die Projekte zurzeit mit Laufzeiten von 12 bis 60 Monaten angeboten. Die Renditen liegen zwischen 3 und 7 Prozent. Daher ist diese Anlageform für Investoren sehr attraktiv, weil auch mit kürzeren Laufzeiten relativ hohe Renditen erzielt werden können. Allerdings dürfen Anleger nicht vergessen, dass es sich beim Crowdinvesting in Immobilien fast immer um Nachrangdarlehen handelt. Dies bedeutet, dass beim Scheitern des Projekts zuerst die Banken und dann die Investoren ihr Geld zurückerhalten. Dies setzt allerdings voraus, dass auch noch Geld übrig ist. Ein Totalverlust kann daher beim Crowdinvesting nicht ausgeschlossen werden.