Aktualisiert am: 26. Januar 2020

Das Wichtigste in Kürze

  • Rechtschutz Privat-, Verkehrs-, Wohn- und Berufsrechtsschutz abdecken
  • Bei einigen Anbietern gilt der Versicherungsschutz erst nach einer gewissen Wartezeit
  • Geht der Versicherer davon aus, dass Sie ein Verfahren verlieren, darf er den Rechtsschutz ggf. verweigern
  • Deckungssumme sollte mind. 1 Mio. Euro betragen

Fragen & Tipps

Welche Leistungen bietet eine Rechtsschutzversicherung?

Grundsätzlich übernimmt die Rechtsschutzversicherung die Kosten

  • Anwalt
  • Gerichtsgebühren
  • Zeugen
  • Gutachter und Sachverständige

 

Abhängig vom Anbieter bietet die Rechtsschutzversicherung:

  • Kostenlose Erstberatung
  • Kostenfreie Anwaltshotline
  • Reie Wahl des Rechtsanwalts
  • Außergerichtliche Schlichtung durch Mediation

 

Die Rechtsschutzversicherung zahlt auch die Kosten der Gegenseite, wenn Sie das Verfahren verlieren.

Eine Ausnahme besteht im Arbeitsrecht.

Unabhängig vom Prozessausgang zahlen hier beide Parteien ihren Anwalt selbst.

Schauen Sie sich die einzelnen Rechtsschutzversicherungen im Vergleich an, um einen Anbieter mit dem gewünschten Leistungsumfang zu finden.

Welche Bereiche sind versichert?

Im Baukastenprinzip kann man folgende Versicherungsschutz erhalten: 

  • Privatrechtsschutz
  • Verkehrsrechtsschutz
  • Wohnrechtsschutz
  • Rechtsschutz für Vermieter
  • Berufsrechtsschutz
  • Ergänzender Strafrechtsschutz

Welche Fälle sind z.B. bei Privatrechtsschutz meist versichert?

  • Streit mit Ämtern und Behörden
  • Steuerstreitigkeiten
  • Vertragsstreitigkeiten mit Händlern und Dienstleistern

Was deckt Verkehrsrechtsschutz ab?

Der Verkehrsrechtschutz sichert Sie gegen alle Streitfälle rund um das eigene Fahrzeug und die Teilnahme am Straßenverkehr ab.

Diese Rechtsschutz hilft Ihnen zum Beispiel: 

  • wenn Sie sich mit Ihrer Autowerkstatt um einen Garantiefall streiten
  • wenn Sie gegen einen Unfallgegner klagen
  • wenn Sie gegen einen unberechtigten Bußgeldbescheid vorgehen. Die Kosten für korrekt zugestellte Bußgelder und Strafzettel tragen Sie allerdings selbst.

Was deckt Wohnrechtsschutz und Mietrechtsschutz ab?

Der Wohnrechtsschutz oder Mietrechtsschutz versichert Sie gegen juristische Auseinandersetzungen mit Vermietern, Hausverwaltungen und Nachbarn.

Den Wohnrechtsschutz erhalten Sie nur in Kombination mit dem Privatrechtsschutz.

Die Versicherungsschutz umfasst u.a.:

  • Streit mit dem Vermieter um unberechtigte Kündigungen
  • Streit um die Nebenkostenabrechnung
  • Nachbarschaftsstreit wegen Lärm

Was deckt der Vermieterrechtsschutz ab?

Vermietern steht der Vermieterrechtsschutz zur Seite.

Die Versicherung unterstützt Sie zum Beispiel:

  • Einklagen fälliger Mieten
  • Räumungsklagen
  • Streit um Nebenkosten

Was deckt die Berufsrechtsschutz-Versicherung ab?

Für Arbeitnehmer gibt es die Berufsrechtsschutzversicherung.

Den Berufsrechtsschutz können Sie nur in Kombination mit dem Privatrechtsschutz abschließen.

Die Versicherung hilft Ihnen bei allen Streitigkeiten mit dem Arbeitgeber.

Dazu gehören:

  • Auseinandersetzungen um ungerechtfertigte Kündigungen
  • Streit um nicht gezahlte Gehälter
  • Vorgehen gegen unberechtigte Abmahnungen

Einige Versicherer ergänzen den Privatrechtsschutz um eine Strafrechtsschutzversicherung.

Diese übernimm die Anwaltskosten, falls Ihnen jemand ein fahrlässiges oder vorsätzliches Vergehen vorwirft.

Verbrechen schließen die meisten Versicherer dagegen vom Leistungsumfang aus.

Wann zahlt die Rechtsschutz nicht?

  • Urheberrecht, Markenrecht und Patentrecht
  • Privates Baurecht
  • Glücksspielverträge und Börsenspekulationen
  • Familienstreitigkeiten um Scheidung, Unterhalt oder Erbe
  • Streitfälle im Zusammenhang mit einer selbständigen oder freiberuflichen Tätigkeit
  • Rechtsstreitigkeiten mit der eigenen Rechtsschutzversicherung
  • Schadensfälle, die in den Verantwortungsbereich einer anderen Versicherung fallen, beispielsweise der privaten Haftpflicht

Bei jedem Streitfall prüfen Versicherer, welche Erfolgsaussichten ein Gerichtsverfahren hat.

Hält der Versicherer Ihre Erfolgschancen für gering, darf er den Rechtsschutz ablehnen.

Ziehen Sie besonders häufig vor Gericht, darf Ihr Versicherer Ihnen sogar kündigen.

Worauf sollte man bei der Rechtsschutz achten?

Familienstand

In der Rechtsschutzversicherung haben Sie die Wahl zwischen Tarifen für Einzelpersonen und Familientarifen. Der Familientarif gilt auch für minderjährige Kinder. Kinder bis 25 Jahre können sie mitversichern, wenn sich der Nachwuchs in der Erstausbildung befindet. Da sich Ihre Familiensituation im Laufe des Lebens ändern kann, wählen Sie am besten einen Tarif, der sich flexibel anpassen lässt.

 

Geltungsbereich

Viele Versicherer bieten Ihnen weltweiten Rechtsschutz. Bei Versicherungsfällen außerhalb Europas zahlen sie allerdings niedrigere Deckungssummen. Wir empfehlen Policen, die Schadensfälle außerhalb der EU mit mindestens 300.000 Euro versichern.

 

Kosten

Wie viel eine Rechtsschutzversicherung kostet, hängt stark von den vereinbarten Leistungen ab. Basistarife erhalten Sie ab etwa 150 Euro pro Jahr.

 

Selbstbeteiligung

Tarife mit Selbstbeteiligung erhalten Sie zu günstigeren Prämien. Im Schadensfall übernehmen Sie einen kleinen Teil der Kosten selbst. Sie können zwischen Selbstbeteiligungen von 150 bis 500 Euro wählen.

 

Schadenfreiheitsbonus

Melden Sie mehrere Jahre lang keinen Schaden, senken einige Versicherer die Selbstbeteiligung. Nehmen Sie die Rechtsschutzpolice in Anspruch, steigt der Selbstbehalt wieder an.

 

Zahlungsweise

Die Versicherungsprämie können Sie monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich zahlen. Viele Versicherer belohnen längere Zahlungszeiträume mit günstigeren Prämien.

 

Versicherungsbeginn

Möchten Sie Ihre Rechtsschutzversicherung wechseln, müssen Sie rechtzeitig kündigen. Die Kündigungsfrist beträgt in der Regel drei Monate zum Ende der Vertragslaufzeit. Mit dem Rechtsschutzversicherung Vergleich finden Sie eine passende Alternative zur alten Police. Achten Sie darauf, dass der neue Vertrag beginnt, sobald der alte Versicherungsvertrag endet. Berücksichtigen Sie dabei auch eventuelle Wartezeiten.

Worauf sollte man bei der Wartezeit achten?

  • Viele Rechtsschutzversicherungen leisten erst nach Ablauf einer Wartezeit.
  • Wartezeit beträgt meist 3 Monate
  • Kommt es während der Wartezeit zum Rechtsstreit, erhalten Sie keine Leistungen von Ihrem Versicherer.
  • Verkehrsrechtsschutz gilt keine Wartezeit
  • Einige Versicherer bieten alle Versicherungsbausteine ohne Wartezeit an
  • Tarife ohne Wartezeit sind meist teurer

Was soll ich bei der Deckungssumme beachten?

  • Die Rechtsschutzversicherung leistet bis zu einer vertraglich vereinbarten Deckungssumme.
  • Höhe der Deckungssumme können Sie frei wählen
  • Für einen optimalen Schutz empfehlen wir mind. 1 Million Euro
  • Vergleichen Sie auch die Deckungssumme im Ausland

Wie vergleiche ich die Rechtschutzversicherungen?

  • Wählen Sie aus, welche Personen Sie versichern möchten.
  • Wählen Sie die gewünschte Deckungssumme.
  • Legen Sie fest, ob Sie einen Selbstbehalt wünschen.
  • Bestimmen Sie die gewünschte Zahlweise.
  • Wählen Sie die für Sie relevanten Versicherungs-Bausteine 

Unser Vergleich für Rechtsschutzversicherungen zeigt Ihnen die wichtigsten Infos auf einen Blick.

Sie sehen, welche Leistungen die jeweiligen Tarife umfassen, für welche Versicherungsbereiche die Police gilt und welche Monatsbeiträge anfallen.

Auf Wunsch lassen Sie sich weitere Produktdetails anzeigen.

Haben Sie einen passenden Tarif gefunden, leiten wir Sie direkt zum Anbieter weiter.

 

Rechtsschutzversicherung Anbieter

  • AdvoCard
  • Allianz
  • DEVK
  • ARAG
  • Adam Riese
  • Rechtsschutz Union
  • Roland Rechtsschutz
  • ADAC Rechtsschutz