Wer hat wirklich das „beste Girokonto“?

ING oder DKB?

Bei beiden ist (fast) alles kostenlos:

Konto, Kreditkarte, Girokarte, Bargeldabheben… und, und, und.

Terence Tester klärt auf: Welches Angebot lohnt sich für welchen Kundentyp? 

Zwei Banken, zwei Lichtblicke.

In der Preis- und Service-Wüste des deutschen Geldgewerbes.

Die beiden Direkt-Banken ING und DKB liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Gunst der Kunden.

Und das schon seit vielen Jahren.

Zwar ist die ING (ehemals ING Diba) mit ihren gut neun Millionen Kunden in Deutschland mehr als doppelt so groß wie die DKB (4,1 Millionen).

Aber dafür setzt die DKB den Rivalen immer wieder mit vielen kleinen cleveren Aktionen unter Handlungsdruck („Geldverbesserer“).

Überraschend für ein Tochterunternehmen der eher langweilig-gemütlichen Bayerischen Landesbank.



Auf den ersten Blick:

ING und DKB unterscheiden sich kaum voneinander.

– Kostenloses Girokonto


- Kostenlose Kreditkarte (Visa)


- Kostenlose Girokarte (ehemals „EC-Karte“)

– Kostenloses Bargeld am Automaten

– Kostenlose SEPA-Überweisungen (Daueraufträge, Lastschriften)

Girokonto Vergleich

Finde die Unterschiede!

Wenn fast alles gleich ist, ist das dennoch alles andere als langweilig.

Denn umso spannender ist es aufzuspüren, was DKB anders macht als ING.

Fast wie auf einem Suchbild („Finde die 5 Unterschiede!“).

Terence Tester will wissen:

Welches Konto ist denn nun das richtige, bessere oder sogar beste?

Für ihn persönlich.

Und natürlich auch für seine Leser.

Die Fakten:

Die kleinen aber feinen Unterschiede zwischen DKB und ING.

Kostenlos Bargeld am Automaten ziehen (Visa Card):

ING ermöglicht das europaweit (Europäischer Wirtschaftsraum EWR), DKB sogar weltweit.

Voraussetzung:

Der DKB-„Aktivkunde“ zahlt jeden Monat regelmäßig mindestens 700 Euro auf sein Girokonto ein; sonst gilt dieser Weltweit-Service nur für ein Jahr.

In allen anderen Fällen verlangen beide Banken fürs globale Bargeld die üblichen 1,75 Prozent Fremdwährungsgebühr.

Dieser Punkt geht an die DKB.

DKB vs. ING: 1:0

Kreditkarte mit/ohne Kreditrahmen:

Auch wenn beide Karten von Visa sind:

ING verrechnet die Umsätze sofort mit dem Girokonto, DKB erst am Monatsende – die Bank gewährt ihren Kunden somit ein zinsloses Darlehen.

Dieser Punkt geht ebenfalls an die DKB.

DKB vs. ING: 2:0

Guthaben-Zinsen:

Beide Banken zahlen auf dem Girokonto keine Guthabenzinsen.

DKB spendiert ihren „Aktivkunden“ aber auf dem Kreditkartenkonto immerhin 0,2 Prozent.

Wer bei ING Geld für sein Geld möchte, muss Kapital auf das (kostenlose) „Extrakonto“ überweisen.

Dann bekommen Neukunden vier Monate lang 0,25 Prozent Zinsen, Altkunden aber nur 0,01 Prozent (Stand 1.10.2019).

Unentschieden, beide bekommen einen Punkt.

DKB vs. ING: 3:1

Dispo-Zinsen:

Bei ING zahlen alle Kunden einheitlich 6,99 Prozent Überziehungszinsen.

DKB unterscheidet erneut zwischen Aktivkunden (6,74 Prozent) und Normalos (7,34 Prozent).

Unentschieden, beide bekommen einen Punkt.

DKB vs. ING: 4:2

Bargeld einzahlen:

Gelegentlich muss man tatsächlich Bargeld auf sein eigenes Konto schaffen.

Das ist bei beiden Online-Banken gar nicht so einfach – sie haben keine echten Filialen oder Mitarbeiter  zum Anfassen. 

ING bietet den Kunden immerhin an, zum Bargeldeinzahlen kostenlos 100 bundesweite Filialen der Reisebank zu nutzen (meist in Bahnhofsnähe).

DKB verfügt lediglich über 13 eigene Einzahlungsautomaten (in Berlin und Ost-Deutschland) – wer die 11.000 Handelsfilialen von Rewe, Penny oder DM nutzt, zahlt 1,5 Prozent Gebühren.

Dieser Punkt geht an ING.

DKB vs. ING: 4:3

Geldanlage:

Hier dreht ING ein größeres Rad: 

136 Milliarden Euro Kundeneinlagen (DKB 56 Milliarden), eine Milliarde verwaltetes Vermögen mit dem größten deutschen Online-Robo-Advisor Scalable Capital, viele gebührenfrei zu kaufende Index-Fonds (Exchange Trades Funds ETF) und -Sparpläne.

Einiges davon offeriert DKB zwar auch, aber in deutlich kleinerem Rahmen.

Der Hintergrund:

DKB darf hier nicht mehr tun. Es ist der Tochter der Bayerischen Landesbank quasi verboten, den vielen Hundert Sparkassen allzu viel Konkurrenz beim lukrativen Thema Geldanlage zu machen.

Dieser Punkt geht an ING.

DKB vs. ING: 4:4

Es gibt kein bestes Girokonto

Das Gesamt-Ergebnis:

ein klares Unentschieden.

Es gibt eben kein „bestes Girokonto“ für alle.

Es kommt immer darauf an, was jedem von uns besonders wichtig ist:

Weltenbummler freuen sich über kostenlose Währungen rund um den Globus.

Geldanleger favorisieren eine Bank mit möglichst großer Finanz-Erfahrung, Sparfüchse lieben zinslose Kreditkarten-Darlehen. 

Bargeldfreunde bevorzugen ein Konto, auf das sie ihr Geld gebührenfrei einzahlen können. 

Terence Testers Überraschungs-Fazit:

Wieso nicht ein Konto bei beiden Banken?

Warum sich für eine entscheiden oder gar bei der anderen kündigen?

Wer ING und DKB nutzt, sichert sich das Beste aus beiden Banken-Welten:

Gebührenfreie Konten, kostenloses Bargeld immer und überall, Anlage-Angebote soweit das Auge reicht – und zwei voneinander unabhängige Dispokredit-Rahmen. 

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